Hundebesitzer, Walker, Jogger, Reiter und das friedliche Miteinander
Heute haben wir eine Email einer  Walkerin aus dem Kräherwald erhalten, die uns Ihren Unmut über eine Situation im Kräherwald kund tat. Respekt von Hundehaltern, Joggern, Walkern, Reitern usw. – wie viel ist gerade gut genug?
Die Dame beschwerte sich darüber, dass unser Unternehmen (DieHundeversteher) eine Hunde-Gruppe geleitet hätte, in der zwei Hunde gekämpft hätten. Sie kam gerade des Weges und bat darum die Hunde an die Leine zu nehmen. Dieser Bitte habe angeblich niemand Folge geleistet und nun wollte sie sich darüber bei uns beschweren.
Ich musste erst mal ĂĽberlegen, da mir bei diesem Spaziergang alles einfiel, nur keine Walkerin. Â Als ich weiter darĂĽber nachdachte, wurde mir auch schnell klar warum.
Der Tathergang
Ich traf mich an besagtem Tag mit Freunden und deren Hunden, fünf Hunde insgesamt, zum abendlichen Gassigang im Kräherwald. Zu wissen sei hier, dass es sich hier um einen ganz privaten Termin handelt.
Wir waren keine 10 Minuten unterwegs, als ein Hund aus unserer Gruppe mit einem fremden Hund ziemlich heftig in die Wolle geriet. Wie es bei Rüden aber oft der Fall ist, viel lautes Geschrei und wenig passiert aber das sehr eindrucksvoll. So auch in dieser Situation. Trotzdem musste ich einschreiten, denn die beiden Gockel wollten nicht voneinander lassen. Es entstand kurz ein kleines Getöse, denn zwei rangelnde Rüden und vier weitere Hunde Drumherum und dann noch die ganzen Hundebesitzer – ich sag nur: Chaos.
Ich konnte dieses Chaos jedoch schnell ordnen und das Knäuel auflösen. In diesem Durcheinander hatte sich eine Walkerin herangewalkt, ohne dass sie jemand wahrgenommen hatte. Sie bat darum, die Hunde an die Leinen zu nehmen, dazu muss man sagen, dass ein paar schon an der Leine waren und die anderen dann sofort rangenommen wurden. Offensichtlich ging ihr das nicht schnell genug.
Dass es, wie Hundebesitzer wissen, nicht immer so schnell geht wie man sich das vorstellt, brauche ich wohl nicht erwähnen. Die Dame ging weiter ohne etwas zu sagen und wir auch. Der Rest des Spaziergangs war friedvoll und ohne besondere Vorfälle.
Das Fazit
Und heute erhalten wir die Email und ich war etwas sprachlos. Und das passiert nicht oft! Massimo kann das bestätigen.
Wir finden es grundsätzlich wichtig, dass wir Hundehalter unsere Hunde nicht auf jeden Mitmenschen zugehen lassen, wie sie Lust und Laune haben. Es gibt viele Menschen, die unsicher sind oder Angst haben und der Satz „Der tut nix“ hilft da sicher nicht weiter.
Unsere Devise lautet grundsätzlich, dass wir unsere Hunde immer erst einmal heran rufen. Das hat einfach etwas mit Respekt zu tun. Diesen respektvollen Umgang kann man als Hundebesitzer aber auch erwarten. Wenn, wie im Kräherwald, dass Miteinander mit Joggern, Radfahrern, Reitern und Walkern funktionieren soll, muss der Respekt auf beiden Seiten vorhanden sein. Dieser Respekt kann sich z.B. in Form von etwas mehr Geduld und Verständnis uns Hundebesitzern gegenüber ausdrücken. Unsere Hunde sind ja schließlich keine Maschinen.
Das Schlussplädoyer
In diesem Sinne und ganz offiziell: Liebe Walkerin aus dem Kräherwald – auch wenn es eine private Hunderunde war und es auch nicht unser Hund war, der da Stress gemacht hat und auch wenn wir unsere Hunde auf Ihre Bitte sofort heran genommen haben – tut es uns leid, dass Sie sich nicht wohl gefühlt haben und wünschen Ihnen in Zukunft keine solchen Umstände mehr.
Ihre Hundeversteher
2 comments August 27th, 2009