Posts in der Kategorie 'Die Hundeversteher'

Stuttgart: Labrador stirbt im aufgeheizten Auto

Das haben wir gerade in den Stuttgarter Nachrichten gefunden: http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.stuttgart-labrador-erleidet-hitzetod.cbae9903-a82f-43d3-a807-9d8cc4c3a5c0.html

Liebe Hundefreunde,
bitte lasst Eure Hunde bei der Wärme nicht im Auto. Denn selbst wenn das Auto im Schatten steht, kann es schnell aufheizen. Die Tiere erleiden einen Hitzeschlag und kollabieren. Das ist nicht nur schrecklich sondern ganz schlicht und ergreifend die pure Tierquälerei und gehört angezeigt.

Hund in der Hitzefalle – was können Sie tun?
(Quelle: http://www.tierheim-karlsruhe.de/_cms/index.php?option=com_content&task=view&id=480&Itemid=181)

„Schon bei den geringsten Anzeichen, dass im Fahrzeug zurück gelassene Hunde in Not sein könnten, wie etwa verstärktes Hecheln, schwere Atmung bis hin zu auffälliger Mattigkeit und verlangsamte Reaktionen rufen Sie bitte die Polizei. Handeln Sie – zögern Sie nicht“, bittet Herbert Lawo dringlich. Den Haltern droht in solchen Fällen nach Tierschutzgesetz eine Geldstrafe bzw. eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.

Anzeichen eines Hitzschlags sind starkes Hecheln, Keuchen, Benommenheit, eine hell-rote Zunge und blasses Zahnfleisch. Hunde versuchen dann oft an die kühlste Stelle des Autos zu kommen, meist auf den Boden vor dem Beifahrersitz. Auch leicht geöffnete Fenster oder Schiebedach schaffen keine ausreichende Abhilfe. Ist die Körpertemperatur auf über 41° C gestiegen, besteht unmittelbare Lebensgefahr. Die wichtigsten Sofortmaßnahmen für den Laien bestehen darin, das Tier an einen kühlen Ort zu bringen, ihm Wasser anzubieten (dieses aber nicht gegen seinen Willen einflößen) sowie die Pfoten mit feuchten Tüchern zu kühlen.

Herzliche Grüße
Eure Bea und Euer Massimo

1 comment Juni 8th, 2010

Lernspaziergang in Stuttgart am 13. Juni 2010

Liebe Hundefreunde es ist wiedermal soweit. Der monatliche Lernspaziergang steht fest. Wir gehen wieder 13.06.2010 im Kräherwald spazieren und freuen uns wie immer über rege Teilnahme.

In 2h können Fragen rund um den Hund geklärt und mögliche Probleme besprochen werden. Mit Spielen und kleineren Trainingseinheiten runden wir dieses lockere Dog-Event ab.

Diesmal werden wir uns auch mit dem Thema Pferdebegegnung beschäftigen – natürlich mit Pferd!

Alle die, die unseren Lernspaziergang nicht kennen können sich auf unserer Seite die Fotos anschauen.
Hier der Link: “Die Hundeversteher Lernspaziergänge”

Darauf solltet Ihr achten:

- teilnehmende Hunde müssen sozialverträglich sein
- Wetterfeste Bekleidung  (hoffenlich nicht nötig!)
- Leckerchen
- und viel gute Laune

Dauer: ca. 2h
Kosten: 20€/Hund

Treffpunkt: MTV Parkplatz, Am Kräherwald 190A, 70193 Stuttgart

Wer Interesse hat, kann sich über poetzsch@diehundeversteher.de anmelden oder uns bei weiteren Fragen unter 0711 / 935 5241 erreichen.

Wir freuen uns auf Euch
Eure Bea und Euer Massimo

Add comment Juni 2nd, 2010

Die Hundeversteher im Stuttgarter Wochenblatt

Viel Spaß beim lesen.

http://www.stuttgarter-wochenblatt.de/stw/page/detail.php/2478935

Eure Bea und Euer Massimo

Add comment Mai 7th, 2010

Kinder und Hunde

Jedes Jahr lesen wir Zeitungstitel wie, “Kampfhund beißt Kind tot”, “Hund zerfleischt Kind” “Baby von Familienhund getötet” usw. Das schockiert uns alle und in vielen Schmierblättern wird sehr schnell die Keule rausgeholt und der Hund zur Tötungsmaschine ab degradiert – doch ist solch ein Hund wirklich aggressiv oder Verhaltensgestört? Wir plädieren für die Einzelbetrachtung solcher Fälle und sagen auch warum?

Hunde und Kinder

Kinder und Hunde ein immer wieder spannendes Thema, in unserer alltäglichen Trainerarbeit. Grundsätzlich raten wir allen Eltern, Kinder bis zu einem Alter von 7-8 nicht allein mit einem Hund zu lassen. Babys und Kleinkinder mit einem Hund ohne Aufsicht, auch wenn es der vertraute Familienhund ist, ist als grob fahrlässig zu betrachten.

Verschiedene Faktoren lassen Kinder bedrohlich auf Hunde wirken

Kinder, vor allem kleine Kinder bewegen sich meist grobmotorisch und ungelenk – auf den Punkt gesprochen: unberechenbar. Erwachsene Menschen hingegen, sind sehr koordiniert in ihrer Bewegung und für Hunde gut einzuschätzen, dass gibt Sicherheit. Kinder sind laut, schreien und nehmen einen hohen Stellenwert bei Mama und Papa (Herrchen und Frauchen) ein, also auch immer ein gewisser Wettbewerb, der zwischen Hund und Kind entsteht.

Verunsicherte Hunde sind oft überfordert

Beispiel 1: Ein Kind liegt in seinem Kinderwagen und schreit unentwegt. Der Hund wird mit der Situation allein gelassen. Jetzt gibt es sehr souveräne Hunde, die sich verziehen, weil sie ihre Ruhe haben wollen und auch ein Rückzugsort für den Hund geschaffen wurde. Es gibt aber auch Hunde, die solch eine Situation managen möchten/müssen, weil die Besitzer hier ihrer Pflicht als Halter und Umsorger (auch für den Hund) nicht nachkommen. Wenn ein Hund (vor allem unsichere Hunde) ein Verhalten nicht gut findet und der Mensch hier nicht regulierend eingreift, dann wird der Hund versuchen, der Lage Herr zu werden.

Maßregelung bei Hund findet ganz häufig über den sogenannten „Schnauzengriff“ statt. Der Hund nimmt das Maul des Anderen in seines und erreicht damit einen sofortigen Abbruch des unerwünschten Verhaltens. Versucht der Hund genau das bei einem Baby/Kind wird das Geschrei mit Sicherheit größer und lauter. Der Hund erlebt jetzt genau das Gegenteil von dem was er instinktiv weiß – jetzt kommt Frust hinzu, weil das gewünschte Ergebnis nicht eintritt – nämlich, dass das Baby/Kind ruhig ist und der Hund verstärkt somit sein Handeln.

Was das für das Baby/Kind bedeutet, möchten wir hier nicht ausschmücken, das kann man ja aktuell in der Zeitung lesen. Das Verhalten des Hundes ist also nicht unnormal sondern hündisch. (Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.)

Beispiel 2: Kleinkinder im Alter von 2-3 Jahren, sind in ihrer ganzen Motorik noch sehr grob. Sie haben gerade laufen gelernt und sind im gesamten Erscheinungsbild eher unsicher auf den Beinen. Aus Hundesicht ist so ein strauchelndes Kind ein unberechenbares Ereignis. Souveräne als auch unsichere Hunde suchen auch hier in aller Regel das Weite und entziehen sich der Situation – wenn das möglich ist. Doch oft genug ist es das nicht. Der Hund wird mit der Situation allein gelassen und auch hier wird wieder Frust ausgelöst. Hinzu kommt, dass solch kleine Kinder meist ganz unbedarft auf Hunde zugehen. Am Schwanz und an den Ohren ziehen, in die Augen fassen usw. Souveräne Hunde, lassen das in aller Regel über sich ergehen, gehen aber, wenn Sie die Möglichkeit haben.

Das ein Hund in solch einer Situation nach einem Kind schnappt, ist letztlich nichts Unvorhersehbares, sondern eine logische Schlussfolgerung. Auch wenn das viele nicht hören möchten. Das heißt natürlich im Umkehrschluß nicht, dass jeder Hund der mit Kindern allein gelassen wird, beißt. Ganz im Gegenteil, es gibt viel mehr Fälle in denen es sehr gut geht. Darüber wird nur nicht gesprochen.

Natürlich spielen weitere Faktoren wie z.B. Dominanz, unklare Familienstrukturen usw. auch eine Rolle bei der Betrachtung solcher Fälle. Als Fazit lässt sich aber folgendes zusammen fassen:

Hunde sind keine Menschen. Sie können nicht sagen: „Mir ist das hier zu viel“ „das Kind ist so laut oder hat mir weh getan“ sie reagieren hündisch, wenn der Mensch nicht da ist und seiner Pflicht als Aufsichtsperson nachkommt.

Daher unser Apell: Liebe Eltern, lasst Eure Kinder nicht mit Euren Hunden allein, selbst wenn es der Liebste Hund auf diesem Planeten ist. Es kann immer etwas passieren.

Bei Fragen stehen wir Euch immer gern zur Verfügung.

Eure Bea und Euer Massimo

Add comment April 27th, 2010

Luna sucht ein neues Zuhause

Hund sucht neues Zuhause

Luna sucht ein neues Zuhause

Wir möchten mithelfen, der kleinen Luna ein neues Zuhause zu finden. Vielleicht suchen Sie gerade einen neuen Weggefährten – dann sollten Sie weiterlesen.

Luna ist ein junges Hundemädchen, die ein neues Zuhause sucht. Aus schlechten Verhältnissen gerettet, fand sie bei einer 5-köpfigen Familie Anschluss. Das ging auch bis jetzt gut. Der jüngste Sohn hat aber nun die Diagnose Bronchialasthma gestellt bekommen. Mit 2 Jahren stehen die Heilungschancen bei dieser Krankheit gut, solang alle Allergieauslöser minimiert werden.

Leider ist Luna ein starker Auslöser und kann deshalb nicht länger in ihrer Familie bleiben.

Luna´s Vorstellung

Luna ist eine aufgeweckte kleine Hündin (Pekinese-Chihuahua-Mix).  Sie liebt Menschen kann aber anfangs etwas unsicher bei fremden Männer sein – das legt sich aber schnell. Sie kennt alle Befehle, ist zu 80% abrufbar und kann nach einer Eingewöhnungszeit ca. 2h allein bleiben. Längeres allein sein muss noch geübt werden. Für Luna wäre es optimal, wenn sie in einen ruhigeren Haushalt kommt, gern auch als Zweithund. Sie kommt zwar gut mit Kindern klar, aber am Besten wären Kinder ab 10 Jahre, die sind nicht mehr so zappelig. :) Sie ist geimpft, gechipt aber nicht kastriert.

Hund auf suche nach Zuhause

Luna Pekinese-Chiuahua-Mix

Aufgeweckte Hündin sucht neues Zuhause

Wenn Sie interessiert sind, können Sie sich gern mit uns unter poetzsch[at]diehundeversteher.de in Verbindung setzen.

Eure Bea und Euer Massimo

1 comment April 3rd, 2010

Lernspaziergang in Stuttgart am 25. April 2010

Liebe Hundefreunde es ist wieder soweit. Der monatliche Lernspaziergang steht vor der Tür. Wir gehen wieder 25.04.2010 im Kräherwald spazieren und freuen uns wie immer über rege Teilnahme.

In 2h können Fragen rund um den Hund geklärt und mögliche Probleme besprochen werden. Mit Spielen und kleineren Trainingseinheiten runden wir dieses lockere Dog-Event ab.

Alle die, die unseren Lernspaziergang nicht kennen können sich auf unserer Seite die Fotos anschauen.
Hier der Link: “Die Hundeversteher Lernspaziergänge”

Darauf solltet Ihr achten:

- teilnehmende Hunde müssen sozialverträglich sein
- Wetterfeste Bekleidung
- Leckerchen
- und viel gute Laune

Dauer: ca. 2h
Kosten: 20€/Hund

Treffpunkt: MTV Parkplatz, Am Kräherwald 190A, 70193 Stuttgart

Wer Interesse hat, kann sich über poetzsch@diehundeversteher.de anmelden oder uns bei weiteren Fragen unter 0711 / 935 5241 erreichen.

Wir freuen uns auf Euch
Eure Bea und Euer Massimo

1 comment April 2nd, 2010

Hund allein lassen

Wie lange kann man einen Hund eigentlich allein lassen? Kann ich einen Hund überhaupt einfach so allein lassen? Was zu beachten ist und wie man es für den Hund erträglich macht, wollen wir hier auf mehrfache Bitten, diskutieren.

Wenn wir hören, dass Hunde teilweise bis zu acht Stunden am Tag allein sind, können wir es oft nicht glauben. Im näheren Gespräch mit den Besitzern, wird dann schnell klar, dass den Haltern oft nicht klar ist, was das für einen Hund bedeutet.

Ein Hund ist ein Rudeltier

Hunde sind Rudeltiere. Im Rudel fühlen sie sich sicher und vor allem dient das Rudelmiteinander dem Überleben - aus Hundesicht. Daher ist es aus Hundesicht überhaupt nicht normal, von uns Menschen – von seinem Rudel – getrennt zu sein. Damit sind wir beim ersten Punkt: Ein Hund muss lernen, allein zu bleiben. Er muss lernen, darauf zu vertrauen, dass seine Menschen wieder zurück kommen. Wenn man das einem Hund nicht beibringt, kommt es in vielen Fällen zu Problemen.

Der Hund als Zerstörer

Viele Hundehalter kennen folgendes Bild, wenn sie nach Hause kommen: Ein völlig aufgelöster Hund der sich vor lauter Freude am liebsten zerteilen möchte, weil seine Menschen endlich wieder da sind. Auf den zweiten Blick, überall verteilte, in Kleinstteile gerissene Taschentücher, zerbissene Schuhe, Klamotten usw. Das sind meist die Hunde mit Verlustängsten. Sie verteilen Dinge in der Wohnung, an denen der Menschengeruch haftet. Der damit in der ganzen Wohnung verteilte Duft, gibt den Hunden Sicherheit. Diese Hunde jaulen und bellen auch gern stundenlang und möchten so ihr Rudel zusammenrufen.

Natürlich gibt es auch Hunde, die die Wohnungseinrichtung auseinander nehmen und wirklich wüten. Hier kann man von Kontrollverlust und daraus entstandenem Frust sprechen. In Beiden Fällen haben die Hunde nicht wirklich gelernt, dass allein bleiben völlig in Ordnung ist und der Mensch wieder kommt. Um heraus zu finden, ob es um eine Verlustangst oder um einen Kontrollverlust geht, sollten sie einen fachkundigen Trainer hinzu ziehen. Denn die Trainingsmaßnahmen sehen in beiden Fällen ganz unterschiedlich aus.

Wie viel Stunden darf man einen Hund allein lassen?

Im besten Fall ist der Hund natürlich nicht allein und darf seine Menschen so oft es geht begleiten. Grundsätzlich finden wir es in Ordnung wenn der Hund vier bis max. fünf Stunden allein ist. Wichtig ist es aber, dass der Hund vor dem allein bleiben ausgiebig raus durfte und beschäftigt wurde z.B. mit Kopfarbeit, wie Futtersuchspielen oder ähnlichen. Denn ist der Hund ausgelastet, ist er entspannter, wenn er allein ist.

Einen Hund acht Stunden allein zu lassen und das auch noch regelmäßig, ist unserer Meinung nach Tierquälerei. Absolut unzumutbar und es widerspricht dem hündischen Dasein in jeglicher Hinsicht! Hier sollte ernsthaft überlegt werden, ob man einen Gassiservice engagiert oder den Hund in Hände gibt, die ihm gerecht werden können.

Verabschiedungsritual und Begrüßung

Umso weniger Aufhebens um das “allein bleiben” gemacht wird, umso besser für den Hund. Das gilt für das Weggehen und ebenso für das Zurückkommen. Gerade wenn wir Menschen zurückkommen finden wir es super, wenn uns der Hund freudig begrüßt. Doch umso mehr Tamtam wir veranstalten, umso höher ist die Erwartungshaltung des Hundes in der Zeit in der er allein ist. Der Hund ist stundenlang in einer hohen Erwartung, denn er darf hoffentlich schon bald Herrchen und Frauchen begrüßen. Sie können sich sicher vorstellen, dass dieser Zustand der pure Stress für den Hund ist.

Wenn Sie Ihrem Hund das „allein bleiben“ so einfach wie möglich machen möchte, gehen Sie aus dem Haus ohne ihn zu beachten und wenn Sie nach Hause kommen, ignorieren Sie ihn solange, bis er sich irgendwann ablegt und wirklich entspannt. Das wird anfangs etwas länger dauern, wir versprechen Ihnen aber aus eigener Erfahrung, dass es schnell besser wird und Ihr Hund merklich entspannter ist.

p.s.: Ignorieren bedeutet: Nicht anfassen! Nicht ansprechen! Nicht anschauen!

Wenn Sie mehr wissen möchten, können Sie uns gern unter info[at]diehundeversteher.de anschreiben.

Eure Bea und Euer Massimo

Add comment März 14th, 2010

Lernspaziergang Stuttgart am 28.02.2010

Nächster Termin 28.02.2010

Liebe Hundefreunde es ist wieder soweit. Der monatliche Lernspaziergang steht vor der Tür. Wir gehen am 28.02.2010 wieder im Kräherwald spazieren und freuen uns wie immer über rege Teilnahme.

In 2h können Fragen rund um den Hund geklärt und mögliche Probleme besprochen werden. Mit Spielen und kleineren Trainingseinheiten runden wir dieses lockere Dog-Event ab.

Darauf solltet Ihr achten:

- teilnehmende Hunde müssen sozialverträglich sein
- Wetterfeste Bekleidung
- Leckerchen
- und viel gute Laune

Dauer: ca. 2h
Kosten: 20€/Hund

Treffpunkt: MTV Parkplatz, Am Kräherwald 190A, 70193 Stuttgart

Wer Interesse hat, kann sich über poetzsch@diehundeversteher.de anmelden oder uns bei weiteren Fragen unter 0711 / 935 5241 erreichen.

Wir freuen uns auf Euch
Eure Bea und Euer Massimo

Add comment Februar 21st, 2010

Woran erkenne ich gute Hundetrainer?

Da das immer wieder ein Thema ist, mit dem wir konfrontiert werden, wollen wir noch einmal unseren eigenen Standpunkt darstellen.

Wir sind Autodidakten! Was wir nicht haben, ist eine Hundetrainerausbildung. Wir und unsere Kunden empfinden dies allerdings nicht als Defizit. Wir haben unser Wissen sowohl aus eigenen Erfahrungen, die Diego betrafen, als auch aus Fachliteratur. Dieses Wissen gleichen wir bei unserer täglich Arbeit mit Hunden ab und erweitern es. Den Vorteil den wir dadurch haben, ist die Flexibilität.

Wir sind nicht auf eine Methode oder eine einzige Trainingsart beschränkt, sondern schöpfen aus den Vollen. Für unsere Kunden bedeutet das, individuelles Trainig, welches auf die Lebenssituation zugeschnitten ist. Das Beste für Mensch und Hund.

Der Beruf des Hundetrainers ist nicht staatlich anerkannt

Natürlich gehen wir auch auf Fachvorträge anerkannter Hundetrainer- und Forscher und wir sind immer auf der Suche nach den neusten Erkenntnissen, was das Wesen Hund und deren Kommunikation angeht.

Da es keine staatliche Anerkennung des Berufs des Hundetrainers, Hundepsychologen usw. gibt, kann jeder sich als ein solcher bezeichnen und auch in diesem Bereich arbeiten. Das ist sicher ein Problem und macht die Wahl für jeden Hundehalter sehr schwer. Was ist gut, was ist nicht so toll und wo sollte ich hellhörig werden.

Acht Tipps die weiterhelfen

Wir möchten allen Hundehaltern ein paar Tipps geben, wie man einen guten Trainer erkennen kann:

  • Vor jedem Training sollte ein ausführliches Gespräch stattfinden, indem alle Probleme, Sorgen und Wünsche einbezogen werden
  • Die Kosten für das Training werden erst nach der erbrachten Leistung verlangt
  • Der Trainer soll nicht nur auf das Individuum Hund, sonder auch auf den Menschen eingehen – lassen Sie Ihren Bauch entscheiden, denn der hat meistens recht
  • Der Hund des Trainers sollte einen guten Trainingsstand haben, denn dieser ist sozusagen das “Referenzstück”. Trainer die mit Ihren eigenen Hunden keinen guten Draht haben sollten einem zu denken geben
  • Der Hundetrainer sollte in der Lage sein, dem Menschen das Fachwissen so mitzuteilen, dass es auch verstanden wird. Auch bei der Umsetzung sollte der Halter jegliche Unterstützung des Trainers haben.
  • Ein Trainer der sein Wissen nicht freigibt, möchte einfach nur viel Geld verdienen
  • Das Training sollte ohne Druck auf Mensch und Tier stattfinden – wenn Sie Freude haben, sind Sie richtig
  • Der Trainer sollte Rassespezifische Eigenschaften und den Charakter des Hundes für das Trainingsprogramm berücksichtigen

Ich hoffe, dass hilft jedem Hundehalter weiter, der sich in der Fülle des Trainerwaldes nicht mehr zu orientieren weiß.

Für uns persönlich spielen auch Referenzen eine große Rolle. Die Beste Werbung für einen Hundetrainer sind zufriedene und glückliche Hundehalter, die einen gern weiterempfehlen.

Deshalb an dieser Stelle ein großes Dankeschön an all unsere Kunden, die uns so fleißig weiterempfehlen.

Eure Bea und Euer Massimo

2 comments Februar 18th, 2010

Hund verliert Krallen

Gibt man diese Phrase bei Google ein bekommt man ca. 58.900 Treffer. Immer wieder liest man dieselben Geschichten, Hunde verlieren ihre Kralle und die Tierärzte sind ratlos. Uns ging es mit Diego auch so und deshalb wollten wir das zum Anlass nehmen und etwas Aufklärungsarbeit leisten.

Oktober 2004 – wir waren mit unserem Hübschen auf einer Wiese und spielten Ball. Auf einmal humpelte er und stoppte das Spiel. Wir schauten natürlich sofort nach der Ursache und mussten feststellen, dass sich eine Kralle löste. Sie war halb ab und blutete stark. Wir packten Diego ins Auto und fuhren sofort zum Tierarzt.

Der Tierarzt begutachtete die Kralle und wir vermuteten, dass er beim Spiel irgendwo unglücklich hängen geblieben ist und sich dabei die Kralle gezogen hatte. Der Tierarzt legte die Fellnase in Narkose, zog die Kralle, verband die Pfoten nach der Desinfektion und wir gingen wieder nach Haus.

Ein langer Leidensweg nahm seinen Lauf

Wir pflegten die Pfote täglich und waren guter Hoffnung, dass es damit getan wäre. Nach kurzer Zeit stellten wir allerdings fest, dass sich weiter Krallen lösten und nach einander ausfielen. Innerhalb kürzester Zeit waren wir Dauergast beim Tierarzt.

Pfotenbäder, Pilzbäder, Antibiotikum, Nahrungsergänzungsmittel, spezielle Futtersorten usw. Wir versuchten wirklich alles, doch nichts half. Unser Tierarzt war auch ratlos, zumal er einen weiteren Hund mit genau derselben Symptomatik betreute.

Die Krallen wuchsen bis sie wieder ausfielen

Nachdem wirklich alle Krallen, selbst die Wolfskrallen ausgefallen waren, dachten wir, dass es nun wieder besser werden würde. Langsam wuchs neues Horn nach, allerdings viel dicker als die alten, die Struktur war auch nicht homogen. Die Freude über die neuen Krallen hielt dann auch nur drei Monate, denn dann begann der Spuck von vorn.

Diego wollte nicht mehr auf Wiesen, geschweige denn spielen oder rennen, denn jedesmal wenn er mit seinen ungeschützten Krallen irgendwo dran kam, folgten große Schmerzen und im schlimmsten Fall fing es an zu bluten.

Was erschwerend hinzukam war, dass er nicht lecken durfte, zum einen wegen der Infektionsgefahr und zum anderen, damit sich kein Zwangsverhalten einstellte. Also kurz und knapp: eine echte Tortur für Hund und Mensch

Internetrecherche brachte die langersehnte Hilfe

Wir fingen an im Internet zu recherchieren. Wir wollten einfach nicht akzeptieren, dass es nun so bleiben sollte. Wir schrieben viele Tierärzte in ganz Deutschland an – nix. In Hundeforen und Internet-Communitys suchten wir nach Antworten, doch niemand konnte helfen, dafür bekamen wir Kontakt mit vielen Mensch-Hund-Gespannen die genau das Selbe durchmachten.

Erst als wir auf ausländischen Internetseiten wie z.B. hier oder hier fanden wir die Antworten, die wir zwischenzeitlich seit 2 Jahren suchten.

Wir sammelten ca. 30 DIN A4 Seiten Material über die „symmetrical lupoid onychodystrophy“ in Kurzform SLO und brachten das zu unserer Tierärztin. Sie studierte die Unterlagen durch und kam nach einer Woche auch zum Schluss, dass Diego an SLO litt.

Die Medikamente schlugen sofort an

Diego erhielt sofort Omega3-Fettsäuren und Nikotinsäureamid-Tabletten, dass ist ein Vitamin B12. Bei der SLO bildet der Körper des Hundes Antikörper gegen die Krallen. Wir sprechen hier von einer Autoimmunkrankheit, die in den seltensten Fällen heilbar aber wenigstens behandelbar ist. Diego wird sein ganzes Leben lang Medikamente erhalten, womit wir aber alle gut leben können.

Wir hoffen, dass wir mit diesem Artikel Hundebesitzern helfen können, die genauso verzweifelt sind, wie wir es waren.

Eure Bea und Euer Massimo

Add comment Februar 9th, 2010

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