Posts in der Kategorie 'Erziehung'

Kinder und Hunde

Jedes Jahr lesen wir Zeitungstitel wie, “Kampfhund beißt Kind tot”, “Hund zerfleischt Kind” “Baby von Familienhund getötet” usw. Das schockiert uns alle und in vielen Schmierblättern wird sehr schnell die Keule rausgeholt und der Hund zur Tötungsmaschine ab degradiert – doch ist solch ein Hund wirklich aggressiv oder Verhaltensgestört? Wir plädieren für die Einzelbetrachtung solcher Fälle und sagen auch warum?

Hunde und Kinder

Kinder und Hunde ein immer wieder spannendes Thema, in unserer alltäglichen Trainerarbeit. Grundsätzlich raten wir allen Eltern, Kinder bis zu einem Alter von 7-8 nicht allein mit einem Hund zu lassen. Babys und Kleinkinder mit einem Hund ohne Aufsicht, auch wenn es der vertraute Familienhund ist, ist als grob fahrlässig zu betrachten.

Verschiedene Faktoren lassen Kinder bedrohlich auf Hunde wirken

Kinder, vor allem kleine Kinder bewegen sich meist grobmotorisch und ungelenk – auf den Punkt gesprochen: unberechenbar. Erwachsene Menschen hingegen, sind sehr koordiniert in ihrer Bewegung und für Hunde gut einzuschätzen, dass gibt Sicherheit. Kinder sind laut, schreien und nehmen einen hohen Stellenwert bei Mama und Papa (Herrchen und Frauchen) ein, also auch immer ein gewisser Wettbewerb, der zwischen Hund und Kind entsteht.

Verunsicherte Hunde sind oft überfordert

Beispiel 1: Ein Kind liegt in seinem Kinderwagen und schreit unentwegt. Der Hund wird mit der Situation allein gelassen. Jetzt gibt es sehr souveräne Hunde, die sich verziehen, weil sie ihre Ruhe haben wollen und auch ein Rückzugsort für den Hund geschaffen wurde. Es gibt aber auch Hunde, die solch eine Situation managen möchten/müssen, weil die Besitzer hier ihrer Pflicht als Halter und Umsorger (auch für den Hund) nicht nachkommen. Wenn ein Hund (vor allem unsichere Hunde) ein Verhalten nicht gut findet und der Mensch hier nicht regulierend eingreift, dann wird der Hund versuchen, der Lage Herr zu werden.

Maßregelung bei Hund findet ganz häufig über den sogenannten „Schnauzengriff“ statt. Der Hund nimmt das Maul des Anderen in seines und erreicht damit einen sofortigen Abbruch des unerwünschten Verhaltens. Versucht der Hund genau das bei einem Baby/Kind wird das Geschrei mit Sicherheit größer und lauter. Der Hund erlebt jetzt genau das Gegenteil von dem was er instinktiv weiß – jetzt kommt Frust hinzu, weil das gewünschte Ergebnis nicht eintritt – nämlich, dass das Baby/Kind ruhig ist und der Hund verstärkt somit sein Handeln.

Was das für das Baby/Kind bedeutet, möchten wir hier nicht ausschmücken, das kann man ja aktuell in der Zeitung lesen. Das Verhalten des Hundes ist also nicht unnormal sondern hündisch. (Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.)

Beispiel 2: Kleinkinder im Alter von 2-3 Jahren, sind in ihrer ganzen Motorik noch sehr grob. Sie haben gerade laufen gelernt und sind im gesamten Erscheinungsbild eher unsicher auf den Beinen. Aus Hundesicht ist so ein strauchelndes Kind ein unberechenbares Ereignis. Souveräne als auch unsichere Hunde suchen auch hier in aller Regel das Weite und entziehen sich der Situation – wenn das möglich ist. Doch oft genug ist es das nicht. Der Hund wird mit der Situation allein gelassen und auch hier wird wieder Frust ausgelöst. Hinzu kommt, dass solch kleine Kinder meist ganz unbedarft auf Hunde zugehen. Am Schwanz und an den Ohren ziehen, in die Augen fassen usw. Souveräne Hunde, lassen das in aller Regel über sich ergehen, gehen aber, wenn Sie die Möglichkeit haben.

Das ein Hund in solch einer Situation nach einem Kind schnappt, ist letztlich nichts Unvorhersehbares, sondern eine logische Schlussfolgerung. Auch wenn das viele nicht hören möchten. Das heißt natürlich im Umkehrschluß nicht, dass jeder Hund der mit Kindern allein gelassen wird, beißt. Ganz im Gegenteil, es gibt viel mehr Fälle in denen es sehr gut geht. Darüber wird nur nicht gesprochen.

Natürlich spielen weitere Faktoren wie z.B. Dominanz, unklare Familienstrukturen usw. auch eine Rolle bei der Betrachtung solcher Fälle. Als Fazit lässt sich aber folgendes zusammen fassen:

Hunde sind keine Menschen. Sie können nicht sagen: „Mir ist das hier zu viel“ „das Kind ist so laut oder hat mir weh getan“ sie reagieren hündisch, wenn der Mensch nicht da ist und seiner Pflicht als Aufsichtsperson nachkommt.

Daher unser Apell: Liebe Eltern, lasst Eure Kinder nicht mit Euren Hunden allein, selbst wenn es der Liebste Hund auf diesem Planeten ist. Es kann immer etwas passieren.

Bei Fragen stehen wir Euch immer gern zur Verfügung.

Eure Bea und Euer Massimo

Add comment April 27th, 2010

Lernspaziergang in Stuttgart am 25. April 2010

Liebe Hundefreunde es ist wieder soweit. Der monatliche Lernspaziergang steht vor der Tür. Wir gehen wieder 25.04.2010 im Kräherwald spazieren und freuen uns wie immer über rege Teilnahme.

In 2h können Fragen rund um den Hund geklärt und mögliche Probleme besprochen werden. Mit Spielen und kleineren Trainingseinheiten runden wir dieses lockere Dog-Event ab.

Alle die, die unseren Lernspaziergang nicht kennen können sich auf unserer Seite die Fotos anschauen.
Hier der Link: “Die Hundeversteher Lernspaziergänge”

Darauf solltet Ihr achten:

- teilnehmende Hunde müssen sozialverträglich sein
- Wetterfeste Bekleidung
- Leckerchen
- und viel gute Laune

Dauer: ca. 2h
Kosten: 20€/Hund

Treffpunkt: MTV Parkplatz, Am Kräherwald 190A, 70193 Stuttgart

Wer Interesse hat, kann sich über poetzsch@diehundeversteher.de anmelden oder uns bei weiteren Fragen unter 0711 / 935 5241 erreichen.

Wir freuen uns auf Euch
Eure Bea und Euer Massimo

1 comment April 2nd, 2010

Hund allein lassen

Wie lange kann man einen Hund eigentlich allein lassen? Kann ich einen Hund überhaupt einfach so allein lassen? Was zu beachten ist und wie man es für den Hund erträglich macht, wollen wir hier auf mehrfache Bitten, diskutieren.

Wenn wir hören, dass Hunde teilweise bis zu acht Stunden am Tag allein sind, können wir es oft nicht glauben. Im näheren Gespräch mit den Besitzern, wird dann schnell klar, dass den Haltern oft nicht klar ist, was das für einen Hund bedeutet.

Ein Hund ist ein Rudeltier

Hunde sind Rudeltiere. Im Rudel fühlen sie sich sicher und vor allem dient das Rudelmiteinander dem Überleben - aus Hundesicht. Daher ist es aus Hundesicht überhaupt nicht normal, von uns Menschen – von seinem Rudel – getrennt zu sein. Damit sind wir beim ersten Punkt: Ein Hund muss lernen, allein zu bleiben. Er muss lernen, darauf zu vertrauen, dass seine Menschen wieder zurück kommen. Wenn man das einem Hund nicht beibringt, kommt es in vielen Fällen zu Problemen.

Der Hund als Zerstörer

Viele Hundehalter kennen folgendes Bild, wenn sie nach Hause kommen: Ein völlig aufgelöster Hund der sich vor lauter Freude am liebsten zerteilen möchte, weil seine Menschen endlich wieder da sind. Auf den zweiten Blick, überall verteilte, in Kleinstteile gerissene Taschentücher, zerbissene Schuhe, Klamotten usw. Das sind meist die Hunde mit Verlustängsten. Sie verteilen Dinge in der Wohnung, an denen der Menschengeruch haftet. Der damit in der ganzen Wohnung verteilte Duft, gibt den Hunden Sicherheit. Diese Hunde jaulen und bellen auch gern stundenlang und möchten so ihr Rudel zusammenrufen.

Natürlich gibt es auch Hunde, die die Wohnungseinrichtung auseinander nehmen und wirklich wüten. Hier kann man von Kontrollverlust und daraus entstandenem Frust sprechen. In Beiden Fällen haben die Hunde nicht wirklich gelernt, dass allein bleiben völlig in Ordnung ist und der Mensch wieder kommt. Um heraus zu finden, ob es um eine Verlustangst oder um einen Kontrollverlust geht, sollten sie einen fachkundigen Trainer hinzu ziehen. Denn die Trainingsmaßnahmen sehen in beiden Fällen ganz unterschiedlich aus.

Wie viel Stunden darf man einen Hund allein lassen?

Im besten Fall ist der Hund natürlich nicht allein und darf seine Menschen so oft es geht begleiten. Grundsätzlich finden wir es in Ordnung wenn der Hund vier bis max. fünf Stunden allein ist. Wichtig ist es aber, dass der Hund vor dem allein bleiben ausgiebig raus durfte und beschäftigt wurde z.B. mit Kopfarbeit, wie Futtersuchspielen oder ähnlichen. Denn ist der Hund ausgelastet, ist er entspannter, wenn er allein ist.

Einen Hund acht Stunden allein zu lassen und das auch noch regelmäßig, ist unserer Meinung nach Tierquälerei. Absolut unzumutbar und es widerspricht dem hündischen Dasein in jeglicher Hinsicht! Hier sollte ernsthaft überlegt werden, ob man einen Gassiservice engagiert oder den Hund in Hände gibt, die ihm gerecht werden können.

Verabschiedungsritual und Begrüßung

Umso weniger Aufhebens um das “allein bleiben” gemacht wird, umso besser für den Hund. Das gilt für das Weggehen und ebenso für das Zurückkommen. Gerade wenn wir Menschen zurückkommen finden wir es super, wenn uns der Hund freudig begrüßt. Doch umso mehr Tamtam wir veranstalten, umso höher ist die Erwartungshaltung des Hundes in der Zeit in der er allein ist. Der Hund ist stundenlang in einer hohen Erwartung, denn er darf hoffentlich schon bald Herrchen und Frauchen begrüßen. Sie können sich sicher vorstellen, dass dieser Zustand der pure Stress für den Hund ist.

Wenn Sie Ihrem Hund das „allein bleiben“ so einfach wie möglich machen möchte, gehen Sie aus dem Haus ohne ihn zu beachten und wenn Sie nach Hause kommen, ignorieren Sie ihn solange, bis er sich irgendwann ablegt und wirklich entspannt. Das wird anfangs etwas länger dauern, wir versprechen Ihnen aber aus eigener Erfahrung, dass es schnell besser wird und Ihr Hund merklich entspannter ist.

p.s.: Ignorieren bedeutet: Nicht anfassen! Nicht ansprechen! Nicht anschauen!

Wenn Sie mehr wissen möchten, können Sie uns gern unter info[at]diehundeversteher.de anschreiben.

Eure Bea und Euer Massimo

Add comment März 14th, 2010

Lernspaziergang Stuttgart am 28.02.2010

Nächster Termin 28.02.2010

Liebe Hundefreunde es ist wieder soweit. Der monatliche Lernspaziergang steht vor der Tür. Wir gehen am 28.02.2010 wieder im Kräherwald spazieren und freuen uns wie immer über rege Teilnahme.

In 2h können Fragen rund um den Hund geklärt und mögliche Probleme besprochen werden. Mit Spielen und kleineren Trainingseinheiten runden wir dieses lockere Dog-Event ab.

Darauf solltet Ihr achten:

- teilnehmende Hunde müssen sozialverträglich sein
- Wetterfeste Bekleidung
- Leckerchen
- und viel gute Laune

Dauer: ca. 2h
Kosten: 20€/Hund

Treffpunkt: MTV Parkplatz, Am Kräherwald 190A, 70193 Stuttgart

Wer Interesse hat, kann sich über poetzsch@diehundeversteher.de anmelden oder uns bei weiteren Fragen unter 0711 / 935 5241 erreichen.

Wir freuen uns auf Euch
Eure Bea und Euer Massimo

Add comment Februar 21st, 2010

Deutschen Schäferhunde sind aggressiv, Mythos oder Realität? TEIL 2

Ihr erinnert euch an den aggressiven Schäferhund? Der, der sein Frauchen beißelte, verbellte und ansprang? Die Fellnase, die mit Menschen und Artgenossen nicht gerade freundlich war? Wie versprochen, möchte ich hier die Geschichte weitererzählen.

Den Hund verstehen und einschätzen lernen

Die Basis für jedes Hundetraining bildet das 1X1 hündischen Verhaltens. Im beschriebenen Fall war es wichtig, dass die Besitzer verstanden, dass ihr Schäferhund kein grundaggressiver, sondern ein eher nervöser und unsicherer Kerl mit großer Klappe war.

Hunde mit solchen Attributen, bergen ein nicht zu unterschätzendes Gefahrenpotential für ihr Umfeld. In aller Regel sind unsichere Hunde schnell mit vielerlei  Situationen überfordert. Überlässt man diese sich selbst oder reagiert nicht angemessen, kann man auch von tickenden Zeitbomben sprechen.

Deswegen ist das verstehen der Körpersprache und des Verhaltens enorm wichtig. Denn nur wenn man seinen Hund lesen kann, ist man auch in der Lage klar und sicher zu „antworten“.

Sogenannte Angsthunde gehen in den meisten Fällen auf zwei unterschiedliche Arten mit ihrer Angst um. In Variante 1 ziehen sich die Hunde zurück und gehen aus schwierigen Situationen heraus, leider wird dieses Verhalten oft nicht erkannt, dies kann dann schnell zu Variante 2 führen, in welcher der Hund in angsteinflößenden Situationen nach vorn geht. Nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“. Im Klartext: Der Hund schnappt oder beißt gar. Viele Hunde entscheiden sich direkt für Variante 2.

Rudel-Chef wider Willen

Unser Schäferhund gehört zur Variante 2.

Wir fassen also zusammen: Ein nervöser, unsicherer 40 kg Schäferhund, der angstaggressiv ist. Über Angstaggression haben wir hier auch schon gepostet. In unserem Fall haben wir die erschwerende Situation, dass der Hund in seinem Familienverband durch das Fehlverhalten und die Fehlinterpretationen seiner Menschen zwangsweise einen hohen Status erhält. In seinen Augen sind seine Menschen nicht in der Lage, ihm die Sicherheit zu geben, die er braucht. Er muss den Job also selber machen und genau hier entstehen die Probleme.

Wie soll ein ängstlicher, überforderter  Hund der schnell über die Maßen reagiert, einen Familienverband anleiten??

Klare Strukturen und Abläufe bringen Sicherheit

Das Training beginnt also genau hier. Klare Strukturen, gezielte Ritualisierung von Abläufen und entsprechende Verhaltensänderungen seitens der Hundebesitzer haben letztlich dazu geführt, dass die Fellnase im Haus aufgehört hat Frauchen und Herrchen ständig hinterher zu laufen, zu kontrollieren. Draußen, hat er aufgehört  sie zu „beißeln“, anzuspringen oder gar anzubellen, wenn ihm etwas nicht passt.

Frauchen durfte früher nicht mit Handschlag begrüßt werden, ohne das der Grüßende auf einmal einen Schäferhund am Arm hängen hatte – heute kein Problem mehr. Das Spiel mit Hunden ist mittlerweile weitgehend frei von Konflikten, selbst wenn Menschen dabei stehen und daran war ja früher gar nicht zu denken.

Wir sind auf jeden Fall auf dem richtigen Weg aber bis zum Ziel ist es noch ein Stück – wir berichten weiter.

Eure Hundeversteher, Bea und Massimo

Add comment Februar 8th, 2010

Problemhundtherapie – was ist das?

Immer wieder wird von der sogenannten Problemhundtherapie gesprochen. Doch was steckt genau dahinter oder besser ausgedrückt – wie sollte eine gute Problemhundtherapie aussehen?

Probleme mit Hunden sind manigfaltig. Was für den einen Hundhalter ein unhaltbarer Zustand ist, ist für einen anderen überhaupt kein Thema. Woran kann man also einen Problemhund festmachen?

Wir werden oft gerufen, wenn eigentlich unbeteiligte Dritte vom unschönen Hundeverhalten betroffen sind, wie z.B. Hund springt Fremde an oder bellt das Haus zusammen wenn er allein ist, vielleicht fällt er aber auch gern über andere Hunde her oder jagt Kinder auf Fahrrädern usw. Dann wird der Hund im Volksmund schnell als Problemhund bezeichnet. Doch ist er das denn wirklich?

Als Hundetrainer übernehmen wir die Aufgabe, durch intensive Gespräche mit den Besitzern und einer ausgiebige Analyse, herauszufinden was die Ursachen und Auslöser sind. Manchmal sind wir selber erstaunt, mit wie wenig Aufwand manches Verhalten umgewandelt werden kann.

Hunde sind vorallem Individuen – Menschen auch

Nach Berücksichtigung rassespezifischer Eigenschaften und dem sozialen Umfeld ist der Charakter des Hundes entscheidend für eine optimale “Problemhundtherapie“. Das ist für uns auch der Grund warum wir nicht eine Methode präferieren, sondern den Weg gehen, der für den Hund am Besten und für den Menschen optimal anzuwenden ist (ausgeschlossen sind alle Gewaltmethoden).

Der Hund – ein triebegesteuertes Raubtier?

Als Individuen sind Hunde vorallem Familienmitglieder und soziale Partner und darauf nehmen wir Rücksicht. Eine enge Begleitung beim Training und vorallem das Übersetzen des hundischen Verhaltens geben Hundehaltern schnell Sicherheit. Das begünstigt ein sicheres und schnelles Auftreten dem Hund gegenüber. Auf diese Weise lassen sich fast alle Probleme auf gewaltfreier Basis beheben.

Fast alle Probleme? Was soll das denn bedeuten?

Wir hatten bisher zum Glück nur einmal einen Fall mit einem “echten” Problemhund. Als echten “Problemhund” bezeichnen wir eigentlich nur Hund, die nur noch sehr eingeschränkt oder garnicht mehr therapierbar sind.

Aus diesem Grund machen wir allen Hundebesitzern Mut sich Hilfe zu suchen, wenn es Probleme mit dem Hund gibt. Alles was Hundehalter brauchen, ist der echte Wille etwas ändern zu wollen und Geduld. Denn ein nachhaltiges Hundetraining braucht seine Zeit und viel Liebe.

Bei Fragen könnt Ihr jederzeit auf uns zukommen.

Eure Bea und Euer Massimo

2 comments Januar 24th, 2010

Sind Pferdeäpfel gut für Hunde?

Diese Frage hören wir öfter, wenn wir z.B. beim Lernspaziergang im Wald unterwegs sind. Viele Hunde lieben Pferdeäpfel, doch wie gut ist das für Wauzis Gesundheit? Wir haben uns mal für Sie umgehört.

Die meisten Hunde haben ihre Mühe an einem Pferdehaufen vorbei zu gehen ohne dabei einen Happen Wegzehrung mitzunehmen. Je nach Rasse und Fressverhalten ist es leicht oder schwer, dem Hund das durch z.B. Umlenkung abzugewöhnen.

Warum abgewöhnen – das ist doch natürlich!

Dieses Argument hört man sehr häufig und grundsätzlich ist es auch nicht falsch. Die Nährstoffe und Fasern sind für den Hund nichts schlechtes und scheinen hervoragend zu munden. Die Problematik liegt woanders und kann für einen Hund sogar tödlich ausgehen. Wie unsere Hunde nämlich, werden die meisten Pferde regelmäßig entwurmt und erhalten eventl. weitere Medikamente. Diese werden dann über den Kot ausgeschieden. Gerade die Pferdewurmkur ist für Hunde nicht ungefährlich bis hin zu Lebensgefahr.

Parasiten, Würmer und Bakterien

Das ist dann das nächste Problem. Natürlich gibt es Parasiten und Baktieren, welche Artenschranke überwinden und diese Gefahr wird bei näherer Überlegung auch schnell deutlich. Oftmals wundern sich Hundehalter darüber, dass die Fellnase Durchfall oder gar Erbrechen hat. Vermutungen wie Nahrungsmittelunverträglichkeiten o.ä. sind dann schnell gemacht. Es kann aber auch daran liegen, dass regelmäßig gefressene Pferdeäpfel dafür zuständig sind. Da kommt auch ein Tierarzt nicht unbedingt drauf, denn im Volksmund wird der Verzehr genau dieser ja eher als gesund für den Hund beschrieben.

Unser Tipp

Als Hundebesitzer sollten Sie ihrem Hund unbedingt abgewöhnen, Pferdeäpfel oder auch andere Dinge vom Boden aufzunehmen. Es dient einfach seiner Gesundheit und auch seiner Sicherheit. Dies funktioniert gut über ein Umlenkungstraining und natürlich nur mit 100%-iger Konsequenz.

Sollten Sie hierzu noch Fragen haben, können Sie uns hier erreichen.

Ihre Hundeversteher.

Add comment Dezember 11th, 2009

Das andere Weihnachtsgeschenk – “Die Hundeversteher” Gutscheinaktion

Weihnachten steht vor der Tür und wie jedes Jahr stellt man sich die Frage: “Was schenke ich bloß dieses Jahr?”. Die Hundeversteher haben eine hervorragende Antwort darauf: Schenken Sie einen Gutschein für individuelles Hundetraining.

Gutscheine zu verschenken ist immer eine gute Idee. Gutscheine für Hundetraining sind nützlich und individuell und was wünscht man sich mehr?

Damit wir den Gutschein ausgefüllt zusenden können, benötigen wir folgende Angaben:

  1. Namen von Halter und Hund
  2. Anlass
  3. Leistungsumfang
  4. Empfängeradresse

Unser spezielles Weihnachtsangebot 2009

Unsere diesjährige Weihnachtsaktion ist ein echtes Schmankerl für alle Hundefreunde und gültig vom 01.12.2009 bis 31.12.2009.

Sie erhalten:

60 min. Analyse                          60 EUR

60 min. Trainingsstunde             50 EUR

______________________________

Regulär                                      110 EUR

Weihnachtsaktion                       85 EUR       (Ersparnis 25 EUR)

 

Und so sieht das Ergebnis dann aus:

 Gutschein vorne

 

 

Gutschein hinten

Wenn Sie noch Fragen dazu haben, stehen wir natürlich immer gern telefonisch zur Verfügung.

Viele Grüße Bea und Massimo

Add comment November 27th, 2009

Deutschen Schäferhunde sind aggressiv, Mythos oder Realität?

Es ist leider nicht von der Hand zu weisen, das Deutsche Schäferhunde (DSH) diejenigen sind die am häufigsten beißen. Als ein Beispiel nehme ich das Bundesland Hessen,  dessen  “Meldebogen gemäß Erlass des Hessischen Ministerium des Innern” dies belegt. Hierzu wurden sämtliche Beißattacken aller Rassen im Zeitraum vom 01.01.2004 bis zu 31.12.2007  dokumentiert. Warum der DSH, der nicht zu den Listenhunden gehört, der “Beißchampions” ist,  lässt sich nur schwer herausfinden…..vielleicht ist es aber auch gar nicht so schwer, wir werden sehen…

Seit 3 Wochen betreue ich eine Familie die seit ca. 3 Monaten einen Schäferhund-Mix aus dem Tierheim hat. Im telefonischen Erstgespräch, erzählte mir die Frau, dass der Hund nach Personen schnappen würde, unter anderem auch nach ihren erwachsenen Söhnen. Diese leben nicht mehr Zuhause und kommen nur am Wochenende. Zudem sei er auch gegenüber seinen Artgenossen aggressiv. Leinenaggressivität sei ebenso an der Tagesordnung. Da in solch einem Fall dringender Handlungsbedarf besteht, vereinbarten wir kurzfristig einen Termin.

Wenn ich keine Aufmerksamkeit bekomme wird’s laut

Wir verlegten die erste Begegnung auf die Straße, außerhalb des Territoriums des Hundes. Für den ersten Eindruck ließ ich Sie mit dem Hund an mir vorbei laufen, während dessen fixierte ich den Hund. Die Reaktion war…..keine! Soweit, so gut.

Mit einem Sicherheitsabstand von ca. 2 m, fingen wir an uns über die Problematiken zu unterhalten. Schnell langweilte sich die Fellnase und quittierte dies mit lauthalsem Bellen. Zudem zog er an der Leine hin und her um seinen Unmut zu untermauern, Ihre Reaktion auf das bellen sah folgendermaßen aus: Sie sagt: “Aus!”, er bellt. Sie sagt: “Nein!”, er bellt weiter. Sie sagt: “Sitz!”, er setzt sich hin, bellt weiter und steht wieder auf.

Ein Schäferhund hat Hosen an

Ich schritt ein und bat Sie darum, sich einfach demonstrativ weg zu drehen und den Hund zu ignorieren. Das missfiel dem jungen Mann total, dass Bellen wurde schlagartig lauter und im nächsten Schritt fängt er an die Frau in den Unterarm zu „beißeln“.
Um das Repertoire auszuschöpfen springt er Frauchen jetzt auch noch an um doch noch die Aufmerksamkeit zu ergattern, die dem „vermeintlichen Chef“ zusteht.

Sie kommentierte das ganze mit folgendem Satz: “So ist es immer wenn ich irgendwo stehe und mich unterhalte, er will weiterlaufen.” Okay – da wird der Hundetrainer hellhörig! Ich wies Sie darauf hin, dass ihr Hund sie gerade maßregelt. Sie bekam große Augen den offensichtlich hatte Sie das so noch nicht gesehen.

Ein riesiger Berg Arbeit wartete hier, dass war mit klar – ob das auch den Besitzern so klar ist, wird sich zeigen.

Fortsetzung folgt.

www.diehundeversteher.de

1 comment Oktober 28th, 2009

Unser Lernspaziergang vom 20. September

Hier ein paar Eindrücke von unserem letzten Lernspaziergang. Wir hatten alle sehr viel Spaß an diesem sonnigen Tag. Da wir mit 14 Hunden unterwegs waren, hatten wir mit einem Hundischen Chaos gerechnet! ;) Dem war nicht so. Außer ein paar Junghunde die naturgemäß wie Flummis durch den Wald rannten, waren alle sehr anständig und obwohl wir ein Paar “Problemnasen” dabei hatten (diese sind bei uns im Einzeltraining) lief alles glatt. An dieser Stelle ein großes Lob an Hund und Halter!! Leider konnten wir nicht den kompletten Spaziergang fotodokumentieren. Der Akku wollte nicht mehr….leer!

Die Fotos dokumentieren die ersten 45 Minuten, die Teilnehmer stellten sich vor und wir redeten gemeinsam über deren teils kleine, teils größere Probleme und wie man diese angehen sollte. Danach gabs ein Paar Übungen und anschließend gingen wir zum Bach. Es gab viel Gesprächsbedarf und wir hoffen, daß wir im Rahmen dieser Veranstaltung allen gerecht werden konnten.

Alle in Reih und Glied

Treffen am MTV

Wald

Bea

Wald2

Wir danken euch für das entgegengebrachte Vertrauen und freuen uns wenn es wieder heißt:

Go for a walk with your dog – Stuttgart geht lernspazieren!

Eure DIE HUNDEVERSTEHER: Bea und Massimo

www.diehundeversteher.de

Add comment September 22nd, 2009

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