Ihr erinnert euch an den aggressiven Schäferhund? Der, der sein Frauchen beißelte, verbellte und ansprang? Die Fellnase, die mit Menschen und Artgenossen nicht gerade freundlich war? Wie versprochen, möchte ich hier die Geschichte weitererzählen.
Den Hund verstehen und einschätzen lernen
Die Basis für jedes Hundetraining bildet das 1X1 hündischen Verhaltens. Im beschriebenen Fall war es wichtig, dass die Besitzer verstanden, dass ihr Schäferhund kein grundaggressiver, sondern ein eher nervöser und unsicherer Kerl mit großer Klappe war.
Hunde mit solchen Attributen, bergen ein nicht zu unterschätzendes Gefahrenpotential für ihr Umfeld. In aller Regel sind unsichere Hunde schnell mit vielerlei Situationen überfordert. Überlässt man diese sich selbst oder reagiert nicht angemessen, kann man auch von tickenden Zeitbomben sprechen.
Deswegen ist das verstehen der Körpersprache und des Verhaltens enorm wichtig. Denn nur wenn man seinen Hund lesen kann, ist man auch in der Lage klar und sicher zu „antworten“.
Sogenannte Angsthunde gehen in den meisten Fällen auf zwei unterschiedliche Arten mit ihrer Angst um. In Variante 1 ziehen sich die Hunde zurück und gehen aus schwierigen Situationen heraus, leider wird dieses Verhalten oft nicht erkannt, dies kann dann schnell zu Variante 2 führen, in welcher der Hund in angsteinflößenden Situationen nach vorn geht. Nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“. Im Klartext: Der Hund schnappt oder beißt gar. Viele Hunde entscheiden sich direkt für Variante 2.
Rudel-Chef wider Willen
Unser Schäferhund gehört zur Variante 2.
Wir fassen also zusammen: Ein nervöser, unsicherer 40 kg Schäferhund, der angstaggressiv ist. Über Angstaggression haben wir hier auch schon gepostet. In unserem Fall haben wir die erschwerende Situation, dass der Hund in seinem Familienverband durch das Fehlverhalten und die Fehlinterpretationen seiner Menschen zwangsweise einen hohen Status erhält. In seinen Augen sind seine Menschen nicht in der Lage, ihm die Sicherheit zu geben, die er braucht. Er muss den Job also selber machen und genau hier entstehen die Probleme.
Wie soll ein ängstlicher, überforderter Hund der schnell über die Maßen reagiert, einen Familienverband anleiten??
Klare Strukturen und Abläufe bringen Sicherheit
Das Training beginnt also genau hier. Klare Strukturen, gezielte Ritualisierung von Abläufen und entsprechende Verhaltensänderungen seitens der Hundebesitzer haben letztlich dazu geführt, dass die Fellnase im Haus aufgehört hat Frauchen und Herrchen ständig hinterher zu laufen, zu kontrollieren. Draußen, hat er aufgehört sie zu „beißeln“, anzuspringen oder gar anzubellen, wenn ihm etwas nicht passt.
Frauchen durfte früher nicht mit Handschlag begrüßt werden, ohne das der Grüßende auf einmal einen Schäferhund am Arm hängen hatte – heute kein Problem mehr. Das Spiel mit Hunden ist mittlerweile weitgehend frei von Konflikten, selbst wenn Menschen dabei stehen und daran war ja früher gar nicht zu denken.
Wir sind auf jeden Fall auf dem richtigen Weg aber bis zum Ziel ist es noch ein Stück – wir berichten weiter.
Eure Hundeversteher, Bea und Massimo
Februar 8th, 2010
Termin: Sonntag, 07. Februar 2010 von 11:00 Uhr bis 13:00 Uhr
Die Hundeversteher laden zum ersten Lernspaziergang 2010 ein.
Mit max. 10 Hunden spazieren gehen, Hundesprache verstehen lernen und zwischendurch ein paar spielerische Übungen: Das ist der Lernspaziergang durch den Stuttgarter Kräherwald.
In 2h können Fragen rund um den Hund geklärt und mögliche Probleme besprochen werden. Mit Spielen und kleineren Trainingseinheiten runden wir dieses lockere Doggy-Event ab.
Darauf solltet Ihr achten:
- teilnehmende Hunde müssen sozialverträglich sein
- Wetterfeste Bekleidung
- Leckerchen
- und viel gute Laune
Dauer: ca. 2h
Kosten: 20€/Hund
Treffpunkt: MTV Parkplatz, Am Kräherwald 190A, 70193 Stuttgart
Wenn es noch Fragen gibt, könnt Ihr uns hier erreichen.
Eure Hundeversteher, Bea und Massimo
Januar 25th, 2010
Immer wieder wird von der sogenannten Problemhundtherapie gesprochen. Doch was steckt genau dahinter oder besser ausgedrückt – wie sollte eine gute Problemhundtherapie aussehen?
Probleme mit Hunden sind manigfaltig. Was für den einen Hundhalter ein unhaltbarer Zustand ist, ist für einen anderen überhaupt kein Thema. Woran kann man also einen Problemhund festmachen?
Wir werden oft gerufen, wenn eigentlich unbeteiligte Dritte vom unschönen Hundeverhalten betroffen sind, wie z.B. Hund springt Fremde an oder bellt das Haus zusammen wenn er allein ist, vielleicht fällt er aber auch gern über andere Hunde her oder jagt Kinder auf Fahrrädern usw. Dann wird der Hund im Volksmund schnell als Problemhund bezeichnet. Doch ist er das denn wirklich?
Als Hundetrainer übernehmen wir die Aufgabe, durch intensive Gespräche mit den Besitzern und einer ausgiebige Analyse, herauszufinden was die Ursachen und Auslöser sind. Manchmal sind wir selber erstaunt, mit wie wenig Aufwand manches Verhalten umgewandelt werden kann.
Hunde sind vorallem Individuen – Menschen auch
Nach Berücksichtigung rassespezifischer Eigenschaften und dem sozialen Umfeld ist der Charakter des Hundes entscheidend für eine optimale “Problemhundtherapie“. Das ist für uns auch der Grund warum wir nicht eine Methode präferieren, sondern den Weg gehen, der für den Hund am Besten und für den Menschen optimal anzuwenden ist (ausgeschlossen sind alle Gewaltmethoden).
Der Hund – ein triebegesteuertes Raubtier?
Als Individuen sind Hunde vorallem Familienmitglieder und soziale Partner und darauf nehmen wir Rücksicht. Eine enge Begleitung beim Training und vorallem das Übersetzen des hundischen Verhaltens geben Hundehaltern schnell Sicherheit. Das begünstigt ein sicheres und schnelles Auftreten dem Hund gegenüber. Auf diese Weise lassen sich fast alle Probleme auf gewaltfreier Basis beheben.
Fast alle Probleme? Was soll das denn bedeuten?
Wir hatten bisher zum Glück nur einmal einen Fall mit einem “echten” Problemhund. Als echten “Problemhund” bezeichnen wir eigentlich nur Hund, die nur noch sehr eingeschränkt oder garnicht mehr therapierbar sind.
Aus diesem Grund machen wir allen Hundebesitzern Mut sich Hilfe zu suchen, wenn es Probleme mit dem Hund gibt. Alles was Hundehalter brauchen, ist der echte Wille etwas ändern zu wollen und Geduld. Denn ein nachhaltiges Hundetraining braucht seine Zeit und viel Liebe.
Bei Fragen könnt Ihr jederzeit auf uns zukommen.
Eure Bea und Euer Massimo
Januar 24th, 2010
Hundeurlaub in Südtirol – absolut empfehlenswert sagen die Hundeversteher. So macht Winterurlaub mit dem Hund undendlich viel Spaß.
Südtirol, genauer gesagt, Prösels am Schlern, da kamen wir leider erst nach 14 Stunden Stopp and Go an. Der Abend hatte bereits alles in ein dunkles Kleid gehüllt und die wahre Pracht der Umgebung konnte erst am ersten Morgen bewundert werden.

Blick aus dem Schlafzimmerfenster des Schloßhofes

1. Tag Wanderung Hundeurlaub
Wie man auf den Bildern schon sehen kann, hatten wir das perfekte Wetter und sind ca. 4 Stunden unterwegs gewesen. Gut ausgewiesene Wanderwege und ein gut sortiertes Touristeninformationszentrum macht das Wandern zu einer gut planbaren Sache.

Rastmöglichkeiten in der Sonne wurden dankbar genutzt
Tja und für die Hunde war das ganze wirklich ein Traum.

Was soll man dazu noch sagen?

...tja, hierzu kann sich auch jeder seine Gedanken machen

Ein weißer Hund im Schnee

So macht toben noch mehr Spaß

Nanuk wird gejagt

Diego denkt sich hier wahrscheinlich: "was macht der da?"

Wenn man nicht wüsste, dass er drüber springt...

Ja, was die Beiden wohl gesehen haben

Die Drei von der Tanke
So, mit diesen wunderbaren Eindrücken können wir Südtirol allen Hundefreunden nur empfehlen. Wir waren sehr zufrieden und fanden es wie immer zu kurz.
Wenn Ihr Fragen zu Unterkunft oder Umgebung habt könnt Ihr gern auf uns zu kommen.
Eure Hundeverteher
Bea und Massimo
Januar 17th, 2010
Wir sind vom 02.01. – 10.01. im Urlaub. Ab dem 11.01. sind wir wieder voll für Sie da. Sie können uns gerne ein Mail schreiben, wir werden Sie ab o.g. Datum kontaktieren.
Wir wünschen euch allen schöne und erholsame Ferientage.
Eure Bea und Massimo
www.diehundeversteher.de
Januar 1st, 2010
Jedes Jahr das Selbe, kaum schneit es, wird vorallem im Schwabenländle mächtig gestreut. Doch nicht nur das Streusalz greift die Pfoten unserer Hunde an. Wie man Hunde für den Winter fit macht – Die Hundeversteher geben Tipps.
Schnee finden die meisten Hunde super. Da wird rumgewühlt, sich gewälzt und getobt als gebe es kein Morgen. Das macht auch uns Hundebesitzern viel Spaß – zumindest solang bis der Hund auf einmal humpelt oder sich ausgiebig die Pfoten leckt und gar nicht mehr aufhören will.
Nicht nur das Streusalz strapaziert die Pfoten
Denn der weise Spaß hat auch seine Schattenseiten. Kleine Schneeklümpchen schieben sich gern zwischen die Ballen und lösen schnell Schmerzen aus. Gefrorener Schnee oder gar Eis können, durch die Kälte, porös gewordene Ballen einschneiden und im schlimmsten Fall zu fiesen Entzündungen führen.
Schützen lassen sich die Ballen ganz einfach mit Hirschtalg, dieser haftet besser als Vaseline und sollte vor dem Spaziergang dick aufgetragen werden. Um Schneeklümpchen zwischen den Ballen zu vermeiden, kann man zu langes Fell etwas kürzen, damit hat der Schnee weniger Haftungsfläche.
Pfotenschutz gegen Streusalz und Split
Auch hier schützt eine gute Schicht Hirschtalg vor dem Spaziergang. Nach dem Spaziergang sollten die Pfoten am Besten in einer Schüssel mit warmen Wasser gereinigt werden. Nach dem Pfotenbad kann man die Ballen schützen, indem man Ballen-Pflegeprodukte aufträgt.
Sollten schon Risse und Verletzungen vorhanden sein, helfen meist nur noch Hundeschuhe. Sieht witzig aus, hilft aber ganz sicher.
Schneefressen ja oder nein?
Besser nicht! Denn das kann zu blutigen Magen-Darm-Entzündungen führen. Unser Diego liebt es Schneebälle zu fangen, doch genau solche Dinge motivieren ja eher noch zum Schneeverzehr.
Hund bei Kälte in Bewegung halten
Hunde sollten bei Kälte immer in Bewegung sein. Langhaarige zwar weniger als kurzhaarige, jedoch kühlen Beide aus, wenn sie sich nicht bewegen. Bei kurzhaarigen Hunden empfiehlt sich auch das tragen eines Thermocapes oder ähnlichem. Vielleicht strickt Oma dieses Jahr ein Jäckchen für Wauzi.
So wir hoffen, dass wir Euch mit diesen Tipps ein paar gute Anregungen geben konnten und Eure Hunde so gut durch den Winter kommen.
Eure Hundeversteher
Bea und Massimo
Dezember 23rd, 2009
Die Hundeversteher wünschen Euch ein wundervolles Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr mit viel Gesundheit, Glück, Liebe und weiterhin viel Spaß mit Euren Fellnasen.
Bei unseren Kunden möchten wir uns für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken, denn Hundetraining kann nur auf dieser Basis erfolgreich sein. Wir haben wieder viel Spaß gehabt und freuen uns auf ein ebenso tolles Jahr 2010.
Herzliche Grüße
Bea & Massimo & Diego
Dezember 23rd, 2009
Letzter Termin 2009
Sonntag, 20. Dezember 2009 von 11:00 Uhr bis 13:00 Uhr
Die Hundeversteher laden zum letzten Lernspaziergang 2009 ein. Mit max. 10 Hunden spazieren gehen, Hundesprache verstehen lernen und zwischendurch ein paar spielerische Übungen:
Das ist der Lernspaziergang durch den Stuttgarter Kräherwald.
In 2h können Fragen rund um den Hund geklärt und mögliche Probleme besprochen werden. Mit Spielen und kleineren Trainingseinheiten runden wir dieses lockere Doggy-Event ab.
Darauf solltet Ihr achten:
- teilnehmende Hunde müssen sozialverträglich sein
- Wetterfeste Bekleidung
- Leckerchen
- und viel gute Laune
Dauer: ca. 2h
Kosten: 20€/Hund
Treffpunkt: MTV Parkplatz, Am Kräherwald 190A, 70193 Stuttgart
Wenn es noch Fragen gibt, könnt Ihr uns hier erreichen.
Eure Hundeversteher
Dezember 11th, 2009
Diese Frage hören wir öfter, wenn wir z.B. beim Lernspaziergang im Wald unterwegs sind. Viele Hunde lieben Pferdeäpfel, doch wie gut ist das für Wauzis Gesundheit? Wir haben uns mal für Sie umgehört.
Die meisten Hunde haben ihre Mühe an einem Pferdehaufen vorbei zu gehen ohne dabei einen Happen Wegzehrung mitzunehmen. Je nach Rasse und Fressverhalten ist es leicht oder schwer, dem Hund das durch z.B. Umlenkung abzugewöhnen.
Warum abgewöhnen – das ist doch natürlich!
Dieses Argument hört man sehr häufig und grundsätzlich ist es auch nicht falsch. Die Nährstoffe und Fasern sind für den Hund nichts schlechtes und scheinen hervoragend zu munden. Die Problematik liegt woanders und kann für einen Hund sogar tödlich ausgehen. Wie unsere Hunde nämlich, werden die meisten Pferde regelmäßig entwurmt und erhalten eventl. weitere Medikamente. Diese werden dann über den Kot ausgeschieden. Gerade die Pferdewurmkur ist für Hunde nicht ungefährlich bis hin zu Lebensgefahr.
Parasiten, Würmer und Bakterien
Das ist dann das nächste Problem. Natürlich gibt es Parasiten und Baktieren, welche Artenschranke überwinden und diese Gefahr wird bei näherer Überlegung auch schnell deutlich. Oftmals wundern sich Hundehalter darüber, dass die Fellnase Durchfall oder gar Erbrechen hat. Vermutungen wie Nahrungsmittelunverträglichkeiten o.ä. sind dann schnell gemacht. Es kann aber auch daran liegen, dass regelmäßig gefressene Pferdeäpfel dafür zuständig sind. Da kommt auch ein Tierarzt nicht unbedingt drauf, denn im Volksmund wird der Verzehr genau dieser ja eher als gesund für den Hund beschrieben.
Unser Tipp
Als Hundebesitzer sollten Sie ihrem Hund unbedingt abgewöhnen, Pferdeäpfel oder auch andere Dinge vom Boden aufzunehmen. Es dient einfach seiner Gesundheit und auch seiner Sicherheit. Dies funktioniert gut über ein Umlenkungstraining und natürlich nur mit 100%-iger Konsequenz.
Sollten Sie hierzu noch Fragen haben, können Sie uns hier erreichen.
Ihre Hundeversteher.
Dezember 11th, 2009
Weihnachten steht vor der Tür und wie jedes Jahr stellt man sich die Frage: “Was schenke ich bloß dieses Jahr?”. Die Hundeversteher haben eine hervorragende Antwort darauf: Schenken Sie einen Gutschein für individuelles Hundetraining.
Gutscheine zu verschenken ist immer eine gute Idee. Gutscheine für Hundetraining sind nützlich und individuell und was wünscht man sich mehr?
Damit wir den Gutschein ausgefüllt zusenden können, benötigen wir folgende Angaben:
- Namen von Halter und Hund
- Anlass
- Leistungsumfang
- Empfängeradresse
Unser spezielles Weihnachtsangebot 2009
Unsere diesjährige Weihnachtsaktion ist ein echtes Schmankerl für alle Hundefreunde und gültig vom 01.12.2009 bis 31.12.2009.
Sie erhalten:
60 min. Analyse 60 EUR
60 min. Trainingsstunde 50 EUR
______________________________
Regulär 110 EUR
Weihnachtsaktion 85 EUR (Ersparnis 25 EUR)
Und so sieht das Ergebnis dann aus:


Wenn Sie noch Fragen dazu haben, stehen wir natürlich immer gern telefonisch zur Verfügung.
Viele Grüße Bea und Massimo
November 27th, 2009
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